Die Strecke von Meknes in Richtung Süden zieht sich endlos durch die Hochebene zwischen Mittleren und Hohem Atlas entlang von alten Kamelkarawanenrouten. Zu sehen gibt es wenig, zumidest an Sehenswürdigkeiten. Entschädigen tut die wunderbare Landschaft. Immer den Hohen Atlas vor Augen, fahre ich langsam gen Süden.


In der Nähe von Bin El Ouidane am gleichnamigen Stausee finde ich auf Empfehlung meiner Rosenheimer Reisebekanntschaft einen ruhigen Stellplatz. Ich nutze die Zeit um am Blog zu arbeiten, die nächsten Schritte zu planen, zu Lesen und vorallem beim Kochen im Camper die wunderbare Landschaft in ihrem leuchtenden Farbenspiel zu beobachten.

Einzig die geplante Abfahrt wird durch einen Regenschauer getrübt.
Ich stehe auf einer Anhöhe am Ufer des Stausees. Um zurück zur Strasse zu gelangen, muss ich durch die ausgefahrenen Wege des ausgetrockneten Sees fahren. Mit dem Regen sind die Wege etwas schlammig und ich hab Bedenken, auf der Zufahrt zur Hauptstrasse steckenzubleiben. Bei Trockenheit kein Problem, doch das Risiko mich an einer Stelle durch ein Schlammloch budeln zu müssen will ich nicht eingehen.

Also, einen Tag verlängert … es gibt Schlimmers !

Zumal nach dem Regenschauer die Sonne wieder raus kam und ich die Zeit genutzt habe u.a. meinen Flug nach Deutschland zu planen.
Im Dezember geht es mit Ryanair von Agadir nach Karlsruhe. Das Buchen war schnell erledigt, schwieriger war es Informationen zu finden, was beim Zurücklassen des Camper in Marokko zu beachten ist. Ich werde später davon berichten.